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Der Akku ist das A und O

So kaufen Sie ein gebrauchtes Pedelec

Elektrischer Rückenwind aus zweiter Hand: Wer sich beim Treten unterstützen lassen will, muss nicht immer gleich ein neues Pedelec kaufen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

14.10.2021

Neue E-Bikes sind aktuell sehr gefragt – Lieferengpässe und Wartelisten nicht selten. Was ist beim Gebrauchtkauf zu beachten? „Es spricht nichts dagegen, ein gebrauchtes Pedelec zu kaufen. Man kann bei den Anschaffungskosten einiges Geld sparen und verhilft dem Rad zu einem zweiten Leben“, sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Wie beim Kauf eines normalen Fahrrads sei es aber hilfreich, sich ein wenig mit Fahrradtechnik auszukennen, um beurteilen zu können, in welchem Zustand sich die mechanischen Teile befinden. „Der notwendige Tausch von Verschleißteilen oder gar eine Reparatur können ins Geld gehen und den Preisvorteil deutlich schrumpfen lassen“, so Filippek.
    

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Auch Benjamin Topf steht dem Gebrauchtkauf grundsätzlich positiv gegenüber. „Es gibt immer mehr Leasingrückläufer, zum Beispiel von Jobrad. Wenn der Leasingnehmer dann sein neues E-Bike bekommt, steht das alte nur noch in der Garage herum“, so der Chefredakteur des E-Bike-Magazins „Downtown“. Schnäppchen sind aber nicht zu erwarten. „Der Markt ist leergefegt und aktuell ein reiner Verkäufer-Markt.“

Akku und Motor sind die Herzstücke des E-Bikes

Die große Unbekannte beim E-Bike gegenüber einem klassischen Rad ist das Antriebssystem aus Motor und Akku. „Selbst eine fachkundige Person kann kaum beurteilen, in welchem Zustand sich Motor und Akku befinden“, sagt Filippek. Sein Tipp: „Wer das Risiko minimieren will, kauft ein gebrauchtes Pedelec im Fachhandel vor Ort oder bei einem Online-Anbieter wie Bikeexchange.“ Der Preisvorteil sei dann zwar nicht mehr so groß, aber man bekomme geprüfte Qualität und zudem ein Jahr Gewährleistung.

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Grundsätzlich empfiehlt Benjamin Topf, bei der Probefahrt nicht nur darauf zu achten, ob das Bike in Sachen Sitzposition passt, sondern auch genau hinzuhören: „Geräusche wie Klackern oder Mahlen darf es nicht geben.“ Filippek fügt hinzu: „Die Geräuschentwicklung, die vor allem von Mittelmotoren ausgeht, sollte gleichmäßig sein.“ Viel mehr prüfen könne man den Motor leider nicht.
   
   

Der Akku ist das A und O Image 4

Prüfen lassen sollte man unbedingt den Akku. „Selbst wenn das Rad wunderbar schnurrt, kann der Akku verschlissen sein und schon viel Kapazität eingebüßt haben“, sagt der ADFC-Experte. Da helfe nur, den Akku in einem Fachgeschäft auslesen zu lassen. „Die Anschaffung eines neuen Akkus kann bis zu 1000 Euro kosten und dann sogar einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten“, ergänzt Topf. Vor einem Kauf sollte man sich auch fragen, wie stark der Akku sein soll. Ein großer, besonders leistungsstarker Akku etwa, dessen Kapazität aber gar nicht vollständig genutzt werde, bedeute vor allem einen Mehrpreis und ein Mehrgewicht.

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