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Besondere Wertschätzung in einem besonderen Jahr

Bürgermeisterin, Erster Stadtrat und Stadtverordnetenvorsteherin danken den Rettungs- und Hilfskräften sowie der Polizei für ihr herausragendes Engagement

Bei der Feuerwehr stellte Stadtbrandinspektor Andreas Matz (links) das neue Tanklöschfahrzeug vor.

23.01.2021

2020 war ein anspruchsvolles Jahr. Der vertraute Alltag stand plötzlich Kopf. Vieles musste neu geplant, gedacht, getan werden. Angesichts dieser vielfältigen Herausforderungen und enormen Belastungen war es der Maintaler Stadtspitze wichtig, an der Tradition des Rundgangs an Heiligabend festzuhalten und die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten sowie den städtischen ambulanten Pflegedienst persönlich zu besuchen und Danke zu sagen.

Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser besuchten zusammen mit der Stadtverordnetenvorsteherin Jennifer Gutberlet die Maintaler Polizeidienststelle, den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Freiwillige Feuerwehr Maintal und die Mobilen Sozialen Hilfsdienste (MSHD). Im Gespräch tauschten sie sich mit den jeweiligen Akteuren über die besonderen Anforderungen und Erlebnisse der zurückliegenden Monate aus.

Der jährliche Besuch an Heiligabend dient aber nicht nur dem wechselseitigen Austausch. Er ist vor allem eine passende Gelegenheit, um Danke zu sagen für das geleistete Engagement, das nicht nur anspruchsvoll ist, sondern im Fall von Feuerwehr und DRK zudem ehrenamtlich geleistet wird – an jedem Tag im Jahr. Gerade an den Weihnachtstagen, wenn die meisten das Fest im Kreis der Familie feiern, sind Rettungskräfte, Pflegedienste und Polizei für jene Menschen da, die Hilfe benötigen.

Bürgermeisterin Monika Böttcher überreichte Jürgen Schäfer den symbolischen Schlüssel für das neue Einsatzfahrzeug des Maintaler DRK.
Bürgermeisterin Monika Böttcher überreichte Jürgen Schäfer den symbolischen Schlüssel für das neue Einsatzfahrzeug des Maintaler DRK.

„Dieser unermüdliche Einsatz verdient unsere Anerkennung und Wertschätzung“, dankte Monika Böttcher den Teams. „Sie sind für die Sicherheit und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Einsatz und dabei ganz nah an den Menschen dran – Auch in Zeiten der Pandemie. Abstand zu halten, ist in Ihrem Beruf unmöglich“, würdigte Böttcher das außerordentliche Engagement von Hilfs- und Rettungsdiensten.

Dieser enge Kontakt mit pflegebedürftigen Menschen ist für die Mitarbeiter*innen des ambulanten Pflegedienstes MSHD seit Monaten nur mit Schutzausrüstung möglich. Gerade in der Anfangsphase der Pandemie war dies aufgrund von Lieferengpässen beim nötigen Equipment ein Problem. Stattdessen war Eigeninitiative gefragt. Sowohl Maintaler*innen als auch Mitarbeiter*innen des MSHD setzten sich an die Nähmaschinen und fertigten Mund-Nasen-Bedeckungen. Zudem gab es Spenden von Firmen. „Diese Unterstützung hat uns sehr gefreut. Wir haben es als Wertschätzung unserer Arbeit erlebt, die in der Pandemie stärker denn je öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wurde“, sagte MSHD-Leiterin Bettina Petry.

Zusätzliche Anforderungen an die Organisation der Einsätze und Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte stellte das Corona-Jahr auch für die Freiwillige Feuerwehr. „Mit Beginn der Pandemie stellten wir durch eine Umstrukturierung sicher, dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gewährleistet bleibt. Gleichzeitig mussten wir die Ausbildungsangebote der Lage anpassen. Diese erfolgten seitdem in Kleingruppen und nach Möglichkeit digital“, erläuterte Stadtbrandinspektor Andreas Matz.

Auch beim städtischen ambulanten Pflegedienst MSHD bedankten sich Böttcher, Kaiser und Gutberlet für das herausragende Engagement. Fotos: Stadt Maintal/Privat
Auch beim städtischen ambulanten Pflegedienst MSHD bedankten sich Böttcher, Kaiser und Gutberlet für das herausragende Engagement. Fotos: Stadt Maintal/Privat

Auf die Einsatzzahlen der Wehrkräfte hatte die Pandemie kaum Auswirkungen. „Von März bis Mai gingen die Einsatzzahlen zwar zurück, waren danach aber auf dem Niveau der Vorjahre. Dafür hatten wir mit 29 Einsätzen in der Wasserrettung so viele wie noch nie in der Geschichte dieser Fachabteilung“, erklärte Matz, der dem Besuch an diesem Vormittag außerdem das neue Tanklöschfahrzeug, die neue Schutzkleidung sowie die dazugehörige Wasch- und Trockenstation vorstellte. In seiner Funktion als Stadtbrandinspektor war es für Matz der letzte Heiligabend-Rundgang. Im April wird er sich bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Maintal nicht noch einmal zur Wahl stellen. Davon unberührt bleibt seine Leitung des Fachdienstes Brandschutz, Rettungswesen und Katastrophenschutz.

Weil zu Heiligabend auch die Bescherung gehört, durfte sich der Maintaler DRK-Ortsverein über ein besonderes Präsent freuen. Bürgermeisterin Monika Böttcher überreichte dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schäfer den symbolischen Schlüssel für ein Einsatzfahrzeug. Dieses hatte die Maintaler Feuerwehr außer Dienst gestellt und gerne dem DRK überlassen. Zwischen beiden Organisationen besteht ein intensiver Austausch und eine enge Zusammenarbeit. Böttcher dankte ebenso der Vorstandsvorsitzenden Annett Fletterich und dem Ehrenvorsitzenden Joachim Ehlert für die Hilfeleistungen des DRK. Ehlert erhielt außerdem durch das Vorstands-Duo eine Auszeichnung für 60 Jahre Mitgliedschaft. „Das ist eine herausragende Lebensleistung und Vorbild für langjähriges bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt“, betonte die Bürgermeisterin. Auch in der Dienststelle der Maintaler Polizei blickten Leiter Stefan Petersein und sein Stellvertreter Markus Adam auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, das mit enormen Belastungen verbunden war. So gehörte eine Maintaler Streife zu den ersten Einsatzkräften, dieam19. Februaram Ort des Attentats von Hanau eintrafen. Beamte aus Maintal waren zudem eingebunden in die Auflösung des Protest-Camps im Dannenröder Forst. Parallel waren und sind die Beamten ebenso wie die kommunalen Ordnungsämter dafür verantwortlich, die Einhaltung der Corona-Verordnung zu überwachen und Verstöße gegebenenfalls zu sanktionieren.

„Der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung liegt in der Pandemie vor allem auf dem Gesundheitssektor. Wir dürfen aber andere Berufsgruppen nicht übersehen, die seit Monaten ebenfalls stark beansprucht werden, um das öffentliche Leben zu sichern“, unterstrich Stadtrat Karl-Heinz Kaiser. Umso mehr verband die Stadtspitze den Start der Corona-Schutzimpfungen im Main-Kinzig-Kreis mit der Hoffnung auf eine schrittweise Normalisierung des Alltags. „Die Menschen werden seit Monaten auf vielfältige Weise gefordert. Trotzdem dürfen wir in unserem Zusammenhalt nicht nachlassen, wenn wir diese Krise vielleicht ein wenig schneller überwinden möchten – auch, um jene zu entlasten, die für unsere Sicherheit und Gesundheit im Einsatz sind und denen wir heute Danke gesagt haben“, schloss Jennifer Gutberlet.

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