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Start in eine zukunftssichere Branche

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10.10.2026

Lehranfängertag der Elektro-Innung Main-Kinzig bei der Kreishandwerkerschaft Hanau mit rund 75 jungen Teilnehmern

Rosario ist 40 Jahre alt und Italiener. Obwohl er erst vor sechs Jahren nach Deutschland gekommen ist, spricht er die Sprache erstaunlich gut. Nur seinem leichten Akzent ist zu entnehmen, dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist. „Ich bin der Älteste hier“, sagt er und lacht. Tatsächlich sticht er an diesem Morgen in der Kantine der Kreishandwerkerschaft Hanau aus der Gruppe von rund 75 Schulabgängern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren heraus. Rosario hat schon mehrere Jahre als Maschinenanlagenführer hinter sich. Als der Betrieb unerwartet dicht machte, wollte er mit der Industrie nichts mehr zu tun haben. So zog es ihn zum Handwerk, wo er – unterstützt von der Arbeitsagentur – trotz seines Alters eine Lehre machen will. Er blickt zuversichtlich nach vorne und strahlt gute Laune aus, während die anderen jungen Leute eher verhalten eintreten und sich nach einem leeren Platz umschauen. Nur drei Mädchen sind darunter, obwohl es um einen Berufszweig geht, in dem nach den Worten von Mike Lorenz, Obermeister der Elektro-Innung Main-Kinzig, auch junge Frauen ohne Weiteres bestehen können: Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Die jungen Leute erwartet eine dreieinhalbjährige Ausbildungszeit im Betrieb, in der Berufsschule und im BTZ Hanau. Halten sie ihren Gesellenbrief eines Tages in der Hand, wird es für manche weitergehen mit einem Meisterabschluss oder mit einer Spezialisierung. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das macht ihnen Lorenz klar. Er ist Gründer und Inhaber der Lorenz Energie GmbH mit Sitz in Gründau, ein regionaler Dienstleister für Elektrotechnik und Gebäudesteuerung, Photovoltaikanlagen sowie Heizungs- und Sanitärtechnik. Als Obermeister steht Lorenz für den Zusammenschluss von rund 160 Elektro- und Informationstechnischen Handwerksbetrieben im Main-Kinzig-Kreis, der überwiegende Teil von ihnen bildet Lehrlinge aus. Traditionell lädt die Innung den jeweils neuen Ausbildungsjahrgang zum Lehranfängertag ein. Schon am Eingang werden die Neulinge empfangen und mit einer großen braunen Papiertüte versehen. Darin sind unter anderem mehrere Broschüren, Ohr- und Mundschutz, auch eine Schutzbrille darf nicht fehlen. Das weist auf einen wesentlichen Inhalt von Lorenz Eingangsworten hin: das Thema Sicherheit und Arbeitsschutz. „Besteht wann immer notwendig auf die Schutzausrüstung“, gibt Lorenz den Nachwuchselektrikern auf den Weg. „Lasst Euch nicht abwimmeln!“ Tödliche Unfälle gebe es zwar selten im Elektrohandwerk, das mit mehr als 500.000 Mitarbeitern den größten Zweig der deutschen Handwerksbetriebe bildet. Dennoch sei stets Vorsicht geboten. Weil draußen ordentliche Arbeit gemacht werde, seien Unfälle durch Stromstöße äußerst selten. Eher verletzten sich Elektriker beim Hantieren mit scharfen Messern, die unsachgemäße Nutzung von Leitern bilde eine weitere Gefahrenquelle. Das Elektrohandwerk bezeichnet Lorenz in seiner Begrüßungsrede als innovative und zukunftssichere Branche, denn der Bedarf an Strom werde immens weiterwachsen. Auf die Frage, woran das liege, finden die angehenden Elektriker schnell die richtigen Antworten: Rechenzentren, Wärmepumpen und Elektromobilität werden genannt. „Ihr werdet Wärmepumpen installieren, E-Ladegeräte für Autos aufstellen und reparieren oder mit der „Power-to-X“-Technologie arbeiten. 

Was das ist, weiß nicht jeder in der Gruppe, und Lorenz erklärt es: „Power-to-X“ bezeichnet Technologien, mit denen grüner Strom aus Wind und Sonne in andere Energieformen umgewandelt und transportfähig gemacht wird. Das klingt anspruchsvoll und das ist es auch. „Ihr müsst vom ersten Tag an lernen, sonst wird das nichts mit der Zwischenprüfung und schon gar nicht mit der Gesellenprüfung zum Abschluss“, ermahnt Lorenz die Schüler der vier Klassen der Berufsschule in Gelnhausen und der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau. Die Durchfallquote liege bei rund 30 Prozent. Insgesamt zwölf Lehrgänge erwartet die Auszubildenden im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Kreishandwerkerschaft Hanau. Dabei geht es laut Lorenz um viel Praxis und um Themen wie Glasfaserausbau oder Elektromobilität, die im Betriebsalltag oft zu kurz kämen. Jeder Lehrgang dauert eine Woche, am Ende müssen die Teilnehmer in einem Leistungstest beweisen, was sie während der fünf Tage gelernt haben. Nicht alle Auszubildenden schaffen das Pensum, das es zu bewältigen gilt. „Etwa ein Drittel bleibt auf der Strecke“, bedauert Lorenz. Dafür macht er auch die mangelnden Kenntnisse vieler Jungen und Mädchen beim Schulabgang verantwortlich. Der Mangel an Qualifikation sei mitunter katastrophal. „Häufig müssen wir Jugendliche zur Nachhilfe schicken, damit sie die Grundrechenarten erlernen“, so Lorenz. Noch fänden die vielen „guten Ausbildungsbetriebe“ laut Lorenz genügend Auszubildende, doch der Trend hin zu einer Elektrolehre zeige nach oben, der Bedarf werde steigen. Schwierig sei zwar die aktuelle wirtschaftliche Lage beim Wohnungsbau und im Baugewerbe. Dies werde aber deutlich kompensiert durch unter anderem erneuerbare Energien, Sicherheitstechnik oder Elektromobilität. Dafür benötigen die Betriebe dringend die Fachkräfte, wie sie aus dem Kreis der Teilnehmer des Lehranfängertags sicherlich hervorgehen werden.

Wärmedämmung: Nutzen und Fakten im Überblick

Die sinnvolle Wärmedämmung von Wohngebäuden ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren in der Vermeidung von CO₂ und ein aktiver Beitrag, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zudem spart die Dämmung Heizkosten und trägt zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei. 

Die aktuellen Rahmenbedingungen der Energie-Einsparverordnung sind ohne Dämmung der Außenwände kaum erreichbar. Wer neu baut, kann zwischen vielen verschiedenen Wandaufbauten wählen und hat so zahlreiche Optionen, Energie zu sparen. Auch Modernisierer haben die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten der nachträglichen Wärmedämmung. 

Jedes Material hat die Eigenschaft, Wärme weiterzuleiten. Ein Maß dafür ist die Wärmeleitfähigkeit. Als Formelzeichen wird der griechische Buchstabe λ (gesprochen: Lambda) verwendet. Die Einheit ist W/(m·K) (gesprochen: Watt pro Meter und Kelvin). Praktisch gesehen ist die Wärmeleitfähigkeit die Wärmemenge, die in einer Sekunde durch eine 1 m dicke Schicht ein und desselben Materials fließt, wenn die Temperatur sich auf beiden Seiten des Materials um 1 Kelvin (entspricht 1° C) unterscheidet. Zum Vergleich: Für einen Dämmstoff beträgt der λ-Wert z. B. 0,035 W/(m·K) und für Beton etwa 2,1 W/(m·K), das heißt, durch einen Dämmstoff fließt wenig Wärme, während ein ungedämmter Beton die Wärme 60-mal besser leitet.

Nicht zurück zur Gasheizung – sondern vorwärts mit Vernunft

Statement von ZVSHK-Präsident Michael Hilpert

Nach Monaten der Verunsicherung braucht der Wärmemarkt endlich Klarheit. Wer heute investieren will, braucht einfache, verständliche und verlässliche Rahmenbedingungen – keine neuen Stolperfallen. Das gilt insbesondere für das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das dringend entschlackt und überarbeitet werden muss. 

Es darf nicht länger darum gehen, detailliert vorzuschreiben, welches Heizgerät erlaubt ist. Entscheidend ist das Ziel: weniger CO₂ mit entsprechender Technologieoffenheit. 

Die Behauptung, der ZVSHK wolle damit zurück zur Gasheizung oder zu fossilen Heizsystemen, ist schlicht falsch – und fachlich unhaltbar. 

Und dafür braucht es flexible Wege – sei es durch den Einsatz erneuerbarer Energien, durch effiziente Einzelmaßnahmen oder durch die intelligente Kombination beider. 

Der ZVSHK steht für Klimaschutz mit Vernunft – nicht für Rückschritt. Wir fordern keine Rolle rückwärts, sondern einen praxisnahen und technologieoffenen Weg nach vorn. Entscheidend ist nicht das Etikett am Heizgerät, sondern die tatsächliche CO₂-Einsparung. Dafür braucht es Lösungen, die im Alltag der Menschen funktionieren - bezahlbar, umsetzbar und wirksam. Wer das SHK-Handwerk kennt, weiß: Wir denken in Möglichkeiten, nicht in Dogmen. 

Alles fit für den Urlaubstrip

Raus aus dem Alltag, weg von Krisen und Unsicherheit. Zwei Drittel der Deutschen planen nach Angaben der Stiftung für Zukunftsfragen in diesem Jahr mindestens eine Reise. Knapp 30 Prozent wollen in Deutschland bleiben, rund 40 Prozent durch Europa cruisen. 

Das Auto ist und bleibt dabei beliebtes Transportmittel. Aber einfach reinsetzen, starten und ab geht die Post? Vorsicht! Der Frühjahrs-Check liegt Wochen zurück. Und die Reise unter Gluthitze, im Stop-and-go-Verkehr und auf holprigen Pisten strapaziert das Auto über Gebühr. Werkstätten bieten einen Sicherheitscheck für kleines Geld. Damit die Profis noch genügend Zeit für eventuelle Reparaturen haben, sollten sich Autofahrer rechtzeitig anmelden – zwei bis vier Wochen vor Reiseantritt. Wenn es um die Sicherheit geht, sind die Werkstätten mit ihrem Know-how gefragt. Sie prüfen Bremsen, Stoßdämpfer, Lenkung, Achsen und Batterie. Das geht am bestens auf Hebebühne, Bremsenprüfstand sowie mit viel Erfahrung. 

Jeder vierte Pkw rauschte 2024 durch den Licht-Test. Die Prüfer monierten vor allem defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer. Genau die Knackpunkte, die auf langen Touren keine blendenden Aussichten versprechen. Die Beleuchtung wird deshalb auf Funktion getestet und die Scheinwerferhöheneinstellung der Urlaubslast angepasst, falls sie nicht automatisch funktioniert. 

Profiltiefe, Alter und Schäden der Reifen sollten keine Sorgen bereiten. Die standen schon beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen auf dem Prüfstand. Unter Druck kommen Autofahrer, wenn der in den Autoreifen nicht stimmt. Er muss aufgrund von Gepäck und Mitfahrern erhöht werden. 

Schon ab einem Minus von 0,3 bar droht bei hohen Temperaturen schnell ein Reifenplatzer. Die Werte stehen am Türholm oder im Tankdeckel, immer aber in der Bedienungsanleitung. Lästig, aber wichtig: den Fülldruck zwischendurch am kalten Reifen messen.

Ein Fall für jedermann: Kühlmittel, Motoröl und Wischwasser sind schnell aufgefüllt. Für unterwegs hilft ein Kanister Sommerwischwasser.

Nichts nervt mehr als schlechte Sicht. Wischerblätter sollten daher keine Schlieren ziehen. Sie werden gereinigt oder durch neue ersetzt.

Die Fuhre sieht gefährlich aus, ist sie manchmal auch. Trägersysteme samt Rädern und Surfbrett müssen korrekt montiert sein und dürfen die zulässige Dachoder Hecklast nicht überschreiten.

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