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Solarpaneele trotz Denkmalschutz zulässig

Solarpaneele trotz Denkmalschutz zulässig

Wird eine kleine Photovoltaikanlage im Außenbereich und nicht direkt am denkmalgeschützten Gebäude installiert, ist dies zulässig, hat ein Gericht entschieden. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa-mag

14.03.2026

Läuft die Installation einer Photovoltaikanlage dem Denkmalschutz zuwider? Nicht zwangsläufig, zeigt ein Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig (Az. 8 A 134/23), auf das das Rechtsportal anwaltauskunft.de hinweist. Entscheidend kann nämlich sein, wie und in welchem Umfang eine solche Anlage angebracht wurde. 

In dem konkreten Fall hatten die Eigentümer eines rund 6.500 Quadratmeter großen Grundstücks, auf dem ein denkmalgeschütztes Reetdachhaus aus dem 18. Jahrhundert steht, im Außenbereich zwei Solarpaneele mit einer Gesamtfläche von rund 50 Quadratmetern auf Ständer montiert. Eine Genehmigung hatten die Eigentümer dafür nicht, ein Antrag für eine größere Anlage war zuvor sogar abgelehnt worden. Nach einer Vor-Ort-Begehung ordnete die zuständige Behörde daher die Beseitigung der Anlage an und drohte mit einem Zwangsgeld. 

Ausbau erneuerbarer Energien genießt Vorrang

Die Eigentümer klagten gegen die behördliche Verfügung und beriefen sich insbesondere auf die besondere Bedeutung erneuerbarer Energien gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Verwaltungsgericht Schleswig gab den Klägern recht, die PV-Anlage musste nicht beseitigt werden. Der Grund: Öffentliche Belange werden durch die Paneele nicht gestört. 

Weder das Landschaftsbild noch der Naturschutz würden durch die vergleichsweise geringe Größe der Anlage beeinträchtigt. Auch der Denkmalschutz wird insofern nicht tangiert, als die Anlage im Außenbereich des Grundstücks installiert wurde. Das wäre nur der Fall gewesen, wenn die Anlage am oder auf dem denkmalgeschützten Gebäude selbst installiert worden wäre. 

Zudem verwies das Gericht auf das EEG, in dem es heißt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien ein überragendes öffentliches Interesse genießt und diesem darum bei einer Abwägung verschiedener Schutzgüter Vorrang einzuräumen ist. dpa


Baufinanzierung

Warum sich der Zinsvergleich lohnt

Für eine Baufinanzierung verlangen teure Banken mitunter einen vollen Prozentpunkt mehr Zinsen als günstige Mitbewerber. Ein solcher Unterschied kann sich bis zum Ende der Zinsbindung auf viele Tausend Euro summieren, erklärt die Stiftung Warentest. Wer das Geld lieber sparen möchte, tut darum gut daran, vor einem Abschluss möglichst viele Vergleichsangebote einzuholen. 

Käufer und Käuferinnen sollten sich also nicht sofort mit den Konditionen der Hausbank zufriedengeben. Die Stiftung Warentest empfiehlt, mindestens auch einen Kreditvermittler oder eine Bank zu konsultieren, die selbst Kredite vermittelt. 

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Bis zu 20 Prozent günstiger

Vorteile von Baugemeinschaften

Die meisten Menschen gehen dem Traum ihres Eigenheims alleine nach. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, neuen Wohnraum zusammen als Gruppe zu schaffen – und entsprechend gemeinsam einzuziehen. 

„10 bis 20 Prozent der Baukosten lassen sich beim Bauen in der Gruppe sparen“, sagt Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren. Die gemeinsame Planung, die Koordination und der gemeinsame Einkauf von Materialien und Leistungen dämpfen die Kosten. „Zu Buche schlägt auch, dass in einer Baugemeinschaft niemand Gewinne machen will, wie das bei anderen Bauprojekten mit Bauträgern der Fall ist“, sagt Marion Kempe, Vorsitzende des Bundesverbandes Baugemeinschaften in Dresden. 

Allerdings sind auch hier klare Absprachen zwischen den beteiligten Bauherren notwendig, um die Kosten im Rahmen zu halten. „Je individueller geplant wird und je höher der Standard, desto teurer wird es am Ende“, sagt Ivy Wollandt von der Landesberatungsstelle Gemeinschaftliches Wohnen Schleswig-Holstein. 

Noch dazu gilt: Wenn aus einer Baugemeinschaft eine Wohngemeinschaft wird, ist das Ziel erreicht. „Gemeinsam zu bauen ist eine gute Möglichkeit, später sozial eingebunden und günstig zu wohnen, in einer Nachbarschaft, die schon einiges miteinander durchgemacht hat“, sagt Marion Kempe. „Die Leute haben während der Planungs- und Bauphase Stresssituationen und Ausnahmezustände gemeinsam gemeistert“ sagt auch Ivy Wollandt. „Das schweißt zusammen.“ dpa

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