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Nicht untersucht, kein Prüfsiegel

Nicht untersucht, kein Prüfsiegel

Mal eben 1000 Schritte sammeln: Wer ein Walking Pad nutzt, kann Büroarbeit und Bewegung miteinander verbinden. Foto: Joseffson/Westend61/dpa-mag

18.05.2024

Walking Pads: Sicherheitsexperten haben Bedenken

Auch wenn ein Walking Pad in Sachen Unfallgefahr harmloser daherkommt als das klassische Laufband: Sicherheitsexperten haben Bedenken.

Und so sind Walking Pads anders als die großen Laufbänder von technischen Überwachungsvereinen bislang gar nicht untersucht und somit auch nicht mit einem Prüfsiegel versehen werden. „Leider erfüllen diese speziellen Laufbänder nicht die Mindestanforderungen Norm. Somit haben wir bisher Prüfungen zu solchen Systemen abgelehnt“, sagt Fabian Dahlem, Sprecher der Tüv Rheinland.

Die Norm für Laufbänder fordert, dass Geräte einen Handlauf haben müssen, „damit man sich festhalten kann, wenn man ins Stolpern kommt. Oder dass man bei einem Zwischenfall einen Not-Aus-Knopf betätigen kann“, sagt Produktspezialist Florian Staudigl von Tüv Süd. Walking Pads fehlen diese Sicherheitseinrichtungen jedoch. Das kann zum Beispiel ein Problem werden, wenn man die Geräte zu Hause am Schreibtisch oder im Büro unter den Arbeitstisch aufbaut. „Solch ein Tisch ist erst einmal nicht darauf ausgelegt, dass man sich an ihm festhält, gibt Staudigl zu bedenken. Was aber passiert dann, wenn man abgelenkt ist und stolpert? Oder im Wohnzimmer rücklings auf den Glastisch fällt? Wichtig sei daher immer, wo die Walking-Pads aufgestellt werden.

Fachleute grübelten aktuell in Gremien darüber, wie man diese Walking-Pads überhaupt prüfen kann und welche Normen für sie anzuwenden sein müssten, sagt Staudigl. Bis wann auch diese Pads einer Norm unterliegen, sei nicht absehbar. „Ein Fitnessgerät mag schnell designt oder entwickelt sein. Aber wie man es qualitativ gut, gebrauchstauglich und allem sicher gestaltet, ist ein anderes Thema.“

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