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Mehr Biodiesel in den Tank

Mehr Biodiesel in den Tank

Viele Dieselfahrzeuge sind für B10 freigegeben. Foto: DJD/MVaK e.V./Monkey Business - stock.adobe.com

03.09.2026

B10: Der Kraftstoff ist bereit - sind Sie es auch?

Warum tanken wir eigentlich noch B7? Diese Frage stellen sich bislang nur wenige Dieselfahrer. Dabei könnte B10 mit seinem höheren Biodieselanteil einen wichtigen Beitrag leisten, um die Versorgung mit Kraftstoffen robuster zu machen, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten zu verringern und Preisschwankungen abzufedern. Trotzdem ist der Kraftstoff bislang nicht flächendeckend an Tankstellen zu finden. Ein wichtiger Grund dafür dürfte auch die geringe Nachfrage sein. Wer sich beim Fahrzeughersteller nach einer B10-Freigabe erkundigt oder an der Tankstelle gezielt nach B10 fragt, kann dazu beitragen, das Interesse an dem Kraftstoff sichtbar zu machen. 

Was spricht für den höheren Biodiesel-Anteil?

Der Kraftstoff B10 enthält bis zu zehn Prozent Biodiesel statt bis zu sieben Prozent wie bisher bei B7. Ein flächendeckendes Angebot wäre damit eine der schnellsten und effektivsten Möglichkeiten, unmittelbar Kosten an der Zapfsäule und zugleich die Treibhausgasemissionen zu senken. Ein großer Teil des heute eingesetzten Biodiesels stammt aus biogenen Rest- und Abfallstoffen oder anderen erneuerbaren Rohstoffen. Deutschland verfügt über eine Kapazität zur Produktion von 4 Millionen Tonnen Biodiesel. Das entspricht rund 12 Prozent des Dieselbedarfs. Nach Ansicht des Mittelstandsverbands abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) fördert eine stärkere Nutzung von B10 die heimische Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze und macht die Versorgung mit Kraftstoffen krisenfester. Unter www.mvak.eu/b10 erläutert der Verband, welche Argumente für den Einsatz sprechen und welche Entwicklungen derzeit diskutiert werden. 

Einfach nachfragen lohnt sich

B10 senkt Tankkosten und fördert die Energieunabhängigkeit. Foto: DJD/MVAK e.V. (KI-generiert)/iStock.com/simpson33
B10 senkt Tankkosten und fördert die Energieunabhängigkeit. Foto: DJD/MVAK e.V. (KI-generiert)/iStock.com/simpson33

Eine Vielzahl von Dieselfahrzeugen ist für die Betankung mit B10 freigegeben. Ob das eigene Kfz dazugehört, lässt sich ganz einfach durch einen Blick in die Betriebsanleitung oder eine Nachfrage beim Fahrzeughersteller klären. Ebenso lohnt es sich, an der Tankstelle Informationen einzuholen, ob B10 bereits angeboten wird oder wann es in das Sortiment aufgenommen werden soll. Denn auch an der Tankstelle gehören Angebot und Nachfrage zusammen - und je größer das Interesse der Autofahrer, desto eher dürfte das Angebot wachsen. Wer einen für B10 zugelassenen Diesel fährt und sich bewusst für Kraftstoffe mit höherem Biodieselanteil entscheidet, kann damit einen Beitrag zur Zukunftssicherheit unserer Mobilität leisten. (djd)

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