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Gartenteich anlegen:

Von der Planung bis zum Wasserparadies

So ein Teich entwickelt sich schnell zu einer Oase im Garten – er sollte gut zugänglich und sichtbar sein. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

1.05.2021

Bevor künftige Teichbesitzer ein Loch ausheben, sollten sie einiges entscheiden und vorbereiten – etwa einen passenden Standort suchen. „Am besten ist ein halbschattiger, möglichst freier Platz, der sich gut in die Gartenlandschaft einfügt“, sagt Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef. Der Teich sollte sich nicht zu nah an Laubbäumen befinden. Herabfallende Blätter würden im Wasser faulen. Auch Bambus in der Nähe ist ungeeignet: Die spitzen unterirdischen Erdsprosse können die Teichfolie durchdringen, die dann undicht werden kann. Die Stelle sollte vom Haus oder der Terrasse aus gut sichtbar sein. „Denn so ein Teich wird schnell zum Mittelpunkt im Garten“, so Henze.

Für eine Teichart und Gewässertiefe entscheiden

Bei den Teicharten gibt es drei Ansätze: Naturteiche wirken wie natürliche Gewässer und sind meist üppig bewachsen. Sie fügen sich organisch in die Gartenlandschaft ein, erklärt Henze. Formale Gartenteiche sind hingegen ein Gestaltungselement. Sie haben meist gerade Uferlinien und eine klare Abgrenzung zum Garten. Schwimmteiche sind eine Kombination aus Gartenteich und Swimmingpool. Sie wirken wie kleine, spärlich mit Wasserpflanzen bewachsene Badeseen.

Je größer und tiefer, desto besser lässt sich der Teich später pflegen. Selbstreinigungskräfte durch Mikroorganismen funktionieren im tiefen Gewässer besser. Das Wasser erwärmt sich im Sommer auch nicht so schnell und stark wie im flachen Gewässer. Der Algenbewuchs hält sich in Grenzen.

„Der Gartenteich sollte mindestens vier Quadratmeter, besser noch acht bis zehn Quadratmeter oder mehr Fläche haben“, rät Jörg Korfhage, Gärtner und Trainer bei der DIY Academy in Köln. „Die tiefste Stelle sollte mindestens bei 80 Zentimetern liegen, das gilt in Deutschland als frostsicher.“ Das ist besonders wichtig bei Fischhaltung.

Eine passende Abdichtung wählen

Mit einer Folie lässt sich die Teichform individuell gestalten, erklärt Michael Henze. Er empfiehlt Folien aus synthetischem Kautschuk, die sogenannte EPDM-Abdichtung. Diese seien langlebiger als PVC-Folien und auch bei niedrigen Temperaturen gut zu verlegen.

Soll es eine günstigere PVC-Folie sein, sollten Kunden auf Fisch- und Pflanzenfreundlichkeit achten. „Selbst wenn sie keine Fische einsetzen wollen“, rät Jörg Korfhage. „Das ist ein Indiz, dass die Qualität stimmt.“

Einen Fertigteich aus PVC kann man bequem in den Boden einlegen. Er schützt vor Beschädigungen. Formen und Größen sind aber weitgehend vorgegeben – die Gestaltungsfreiheit also etwas eingeschränkt.

Pflanzen und Zubehör aussuchen

Beim Anlegen der Teichgrube sollte man auf verschiedene Zonen achten. „Typisch ist von außen nach innen eine Sumpfzone mit einem Wasserstand von null bis zwanzig Zentimeter, eine Flachwasserzone, die 20 bis 60 Zentimeter tief ist und die Tiefwasserzone mit 60 bis 120 Zentimetern“, so Michael Henze.

Je nach Zonen wachsen dort verschiedene Pflanzen. Im Sumpf gedeihen zum Beispiel Iris, Rohrkolben, Sumpfdottergras und Zypressengras. Im flachen Wasser fühlt sich der Rohrkolben ebenfalls wohl, aber auch Schilfrohr- und Froschlöffel. Das tiefe Wasser ist für Seerosen, Tausendblatt und Teich simse geeignet.

Wichtig ist, bei der Wahl der Pflanzen auf Frosthärte zu achten. „Hibiskus oder Zyperngras sehen toll aus, überstehen aber die Kälte nicht.“Im Winter muss man sie an einen frostsicheren Ort auslagern.

Naturteiche reinigen sich im Prinzip selbst, wenn das ökologische Gleichgewicht stimmt. „Leben aber Fische im Teich, ist es besser, eine Pumpe und einen Filter mit integrierter UVC-Leuchte zu installieren“, rät Jörg Korfhage. Dann sollten Sie an einen Stromanschluss denken.

Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Copyright: dpa
   

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