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Corona-Krise kreativ bewältigen

Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz sieht Freigericht gut aufgestellt

Mit der Aktion „Heimat shoppen“ sollen Menschen in die Geschäfte der Freigerichter Ortskerne gelockt werden.

3.09.2021

Freigerichts Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz sieht seine Gemeinde für anstehende und künftige Herausforderungen gut aufgestellt. Zwar sei die Corona-Krise eine große Belastung für alle. „Aber durch die breit gefächerte Gewerbelandschaft sind wir bislang von allzu dramatischen Einnahmeverlusten verschont geblieben. Ich hoffe, dass dies auch so bleibt“, meint der Rathauschef. Die Politik habe für das laufende Jahr einen vernünftigen Haushalt beschlossen, den die Verwaltung nun abarbeite. Eitz dankt ausdrücklich allen Bürgern für den Einkauf bei den örtlichen Gewerbetreibenden.

Besonders für den Handel und die Gastronomie hat die Pandemie erhebliche Veränderungen und deutliche Einschnitte mit sich gebracht, betont der Bürgermeister. Darauf hätten die Betroffenen aber mit kreativen Konzepten reagiert. „Viele Gastronomiebetriebe haben Lieferdienste eingeführt und/ oder Abholmöglichkeiten geschaffen und dadurch Kunden gehalten, eventuell sogar neue dazugewonnen“, freut sich Eitz über die derzeitigen Möglichkeiten in der Gemeinde. Jetzt hofft er, dass diese angesichts der steigenden Inzidenzwerte erhalten bleiben. Bemerkenswert sei, dass auch während der Krise Geschäfte übergeben und auch neue Geschäfte eröffnet wurden. „Das waren und sind wichtige Zeichen, dass es weitergeht und dass Freigericht eine Gemeinde ist, an die Gewerbetreibende glauben und hier investieren. Für dieses Vertrauen bedanke ich mich herzlich“, betont Eitz. Insbesondere das Ordnungsamt habe durch den guten und schnellen Kontakt mit den Gewerbetreibenden immer wieder unbürokratische Lösungen gefunden, um den Betrieb trotz Pandemie so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dabei denkt er an die Interpretationen der sich immer wieder verändernden Verordnungen, an die Erlaubnis, zusätzliche Flächen in der Außengastronomie zu nutzen, oder die Möglichkeiten, Veranstaltungen mit entsprechenden Hygienekonzepten auszurichten.

Dies soll auch den Vereinen und den Kulturschaffenden möglich sein. „Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr wieder die Sommerlichen Musiktage auf Hof Trages stattfinden konnten, nachdem sie im vergangenen Jahr leider entfallen mussten“, meint der Bürgermeister. Zwar sei das Format ein anderes gewesen – beispielsweise wurde die Zuschauerzahl reduziert und die Pausen gestrichen – dennoch sei das Ganze nicht minder schön gewesen. „Die Menschen hungern und dürsten nach Kunst und Kultur-Organisator Helmuth Smola hatte wieder einmal ein wunderbares Programm zusammengestellt“, bedankt sich Eitz. Auch den örtlichen Vereinen dankt der Verwaltungschef für die vielen Anstrengungen, aus der Krise zu kommen. So hätten neue Formate, Online-Angebote und weitere Projekte dazu beigetragen, dass das öffentliche Leben weitergeht. „Natürlich haben Vereine mit Austritten von Mitgliedern, starken finanziellen Einbußen durch entfallene Veranstaltungen und fehlenden Trainings- und Probemöglichkeiten zu kämpfen. Aber auch hier haben die Aktiven und die Kommune miteinander Solidarität geübt: Hallenkapazitäten wurden getauscht und geteilt und somit vieles ermöglicht. Ich freue mich über jedes Training, über jede Probe, die stattfinden kann, und natürlich über jede Vereinsveranstaltung“, betont Eitz.

Das Seniorenzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik in Bernbach nimmt bereits deutlich Gestalt an.
Das Seniorenzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik in Bernbach nimmt bereits deutlich Gestalt an.

Wie stark sich die Corona-Krise auf den Freigerichter Haushalt auswirken wird, könne derzeit noch nicht fundiert beantwortet werden. Der erste Budgetbereich, der im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt wurde und der aktuell sogar einen Überschuss von rund 530 000 Euro verzeichnet, sei eine reine Momentaufnahme, die noch keine qualifizierte Beurteilung der Situation erlaube. „Viele Zahlen sind vorläufig, viele Veränderungen möglich. Dennoch glaube ich, die Aussage treffen zu können, dass wir – Stand jetzt – vorsichtig optimistisch sein dürfen.“

Trotz Krise werden in der Gemeinde gerade wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Wie Bürgermeister Eitz berichtet, arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck an den beiden großen Vorhaben, dem Neubau einer Kita und der Errichtung der neuen Wache der Feuerwehr Nord zwischen Bernbach und Altenmittlau. Wir tun alles, damit dort möglichst bald mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.“ Derweil geht es auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik in Bernbach bereits tüchtig voran, freut sich Eitz. „Die Pflegeeinrichtung für Senioren ist schon gut zu erkennen und die ersten Bauherren werden in Kürze mit der Errichtung ihrer Immobilien beginnen – ein ganz wichtiges Zukunftsprojekt für Freigericht.“

Zu den geplanten Veranstaltungen, auf die sich der Bürgermeister besonders freut, gehört das Projekt „Heimat shoppen“, an dem die Gemeinde am 10. und 11. September teilnimmt. Mehrere örtliche Geschäfte nutzen diese zusätzliche Möglichkeit, auf den heimatnahen Einkauf aufmerksam zu machen. Zudem weist er auf eine ganz besondere Doppelausstellung hin, die am Samstag, 11. September, um 15 Uhr in der Alten Kapelle Horbach eröffnet wird und die bis zum 26. September jeweils samstags und sonntags zu sehen ist.

Dabei geht es um die Ausstellung des Freigerichter Komitees für Europäische Verständigung und der Gemeinde zum Jubiläum „50 Jahre Verschwisterung mit Saint-Quent in-Fallavier und 10 Jahre Verschwisterung mit Gallicano nel Lazio“, die gemeinsam mit der Ausstellung des Main-Kinzig-Kreises „50 Jahre Gebietsreform“ gezeigt wird.

„Es gibt viele interessante Bilder und Dokumente und auch eine interaktive Aktion ist geplant“, freut sich Eitz. Dabei haben alle Bürger die Möglichkeit, auf einer freien Wand das älteste Bild von Bürgerbegegnungen und Jugendbegegnungen mit den Freigerichter Partnerkommunen aus ihrem Privatbesitz zu zeigen. (mab)

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