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Cäcilia Höchst lädt zur Kerb an Pfingsten ein: Der Höchster Sakralbau feiert Geburtstag

Cäcilia Höchst lädt zur Kerb an Pfingsten ein: Der Höchster Sakralbau feiert Geburtstag
18.05.2024

Der Gesangverein Cäcilia Höchst bietet Auftritte von der Kindertanzgruppe „Tanzgarten“, den Original Kasseler Musikanten“ und den „Chorwürmer“.

Der schöne Höchster Sakralbau hat Geburtstag, und das soll gebührend gefeiert werden. Für die dazugehörigen Feierlichkeiten - kurz und knapp auch „Kerb“ genannt - zeichnet in diesem Jahr der Gesangverein Cäcilia Höchst verantwortlich und lädt herzlich dazu ein, sich an dem bunten Programm über die Pfingstfeiertage zu erfreuen. Los geht's am Samstag mit der Aufstellung des Kerbbaums um 17 Uhr mit musikalischer Unterhaltung. Es folgt am Sonntag um 9.30 Uhr der Festgottesdienst in der Wendelinuskirche mit anschließender offizieller Kerberöffnung und Frühschoppen zu den Klängen des Musikvereins Höchst. 

Am Nachmittag um 15 Uhr werden die „Chorwürmer“ der Cäcilia dem Gotteshaus ihre musikalischen Glückwünsche überbringen, bevor dann ab 18 Uhr die „Fischbörner Bube“ für zünftige Kerbstimmung sorgen werden. Auch der Pfingstmontag eröffnet selbstredend mit einem Frühschoppen ab 11 Uhr mit den „Kasseler Originalen“, dem sich noch ein Auftritt der Kindertanzgruppe „Tanzgarten“ aus Haitz anschließen wird. Für abwechslungsreiche Verpflegung (einschließlich reich gedeckter Kaffeetafel) ist an allen Tagen bestens gesorgt, sodass der Gebrauch hauseigener Küchen in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert werden kann. 

Da die Veranstaltung mittlerweile auch für die Cäcilia einen enormen Kraftakt darstellt, wird um Verständnis gebeten, wenn die Abendveranstaltungen am Samstag und Sonntag jeweils gegen 22.30 Uhr ihr Ende finden werden.

Programm

Samstag, 18. Mai
17.00 Uhr Kerbbaumaufstellen mit „Michael und seine Freunde“

Sonntag, 19. Mai
9.30 Uhr anschl. Festgottesdienst in St. Wendelin Kerberöffnung und Frühschoppen mit dem Musikverein Höchst
15.00 Uhr Auftritt der „Chorwürmer“
18.00 Uhr Kerbtanz und Gaudi mit den „Fischbörner Bube“

Montag, 20. Mai
11.00 Uhr Kerbfrühschoppen mit den „Original Kasseler Musikanten“
14.30 Uhr Auftritt der Kindertanzgruppe „Tanzgarten“


Zur Höchster Kerb:

Einblicke in die Geschichte der Wendelinuskirche

Fast tausend Jahre lang gehörte die katholische Gemeinde in Höchst zur Mutterkirche in Wirtheim. Doch am 8. September 1893 änderte sich die Geschichte mit der Einweihung der alten Wendelinuskirche, an deren Stelle 1965 die neue Kirche trat.

„Es war ein beschwerlicher Weg, jeden Sonntag: Rund 45 Minuten dauerte es von Höchst nach Wirtheim zum Gottesdienst. Und danach musste man die gleiche Strecke wieder zurück“, berichtete Horst Günther. Den Pfarrern in Wirtheim fiel auf, dass vor allem Ältere den Weg, der lange zu Fuß absolviert werden musste, nur selten auf sich nehmen konnten. Auch in der Winterzeit und bei Regen waren es wenige Höchster im Gottesdienst. „Pfarrer Peter Henkel betrübte das sehr“, sagte Günther. Und damit war die Idee, in Höchst zunächst eine Filialkirche zu errichten, geboren.

Pfarrer Henkel war sehr engagiert und steckte auch Privatvermögen in das Unterfangen. Zudem wurde das Land gekauft, das später für das Pfarrhaus genutzt werden sollte. In der Gründungsurkunde wurde Henkel nicht umsonst als „Gönner und Wohltäter der Höchster Kirche benannt, denn er konnte auch den Bischof in Fulda überzeugen. Am 3. Juli 1892 wurde der Grundstein gelegt. Architekt war Regierungsbaumeister Georg Karl Wilhelm Kegel aus der Stadt Kassel.

Schon im Dezember konnte Richtfest gefeiert werden. Der Ort Höchst mit seinen rund 560 Einwohnern war recht arm und legte seine ganze Kraft in den Bau, in den viel ehrenamtliche Arbeit floss. Am 8. September 1893 wurde die Kirche von Bischof Joseph Weyland schließlich geweiht.

Die Kosten für den Bau lagen bei 38.503 Reichsmark. Für die damalige Zeit eine beträchtliche Summe. Den Innenraum prägten die beiden Mittelsäulen. Anfang der 1930er wurde das Pfarrhaus gebaut, in dem Pfarrer Ludwig Hüber als erster lebte.

Der Erste und Zweite Weltkrieg brachten mit sich, dass jeweils eine der drei Glocken eingeschmolzen wurde. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs mussten viele Höchster ihr Leben lassen, und auch die Kirche und der Turm wurden durch Beschuss beschädigt. Bei einem orkanartigen Sturm am 20. September 1946 brach der Helm des Kirchturms ab. Daraufhin wurde zunächst eine Notbedachung erstellt und der Turm dann im Jahr 1950 erneuert.

Das starke Wachstum des Ortes in den 50ern und Anfang der 60er-Jahre machte der Geschichte der so ortsprägenden Kirche ein Ende. Der Chorraum platzte bei Gottesdiensten aus allen Nähten. Ein Neubau wurde beschlossen, und im Januar 1965 begann der Abbruch der alten Kirche. „Höchst verlor sein Wahrzeichen“, war in der Zeitung zu lesen. An die Stelle trat die bis heute genutzte neue Wendelinuskirche.

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